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Gemeindestrukturreform - Unser Standpunkt

Gralla gilt in allen Prognosen als die Gemeinde mit dem größten prozentuellen Bevölkerungszuwachs – nämlich mehr als 23 %. Dies für einen Zeitraum bis zum Jahr 2030, gesehen über die Bezirke Leibnitz und Deutschlandsberg und von der offiziellen Landesstatistik ausgearbeitet.
Diese Tatsache, dass wir nicht von Abwanderung bedroht sind, werden wir, genauso wie die wirtschaftliche, finanzielle, infrastrukturelle und personelle Situation bei den Verhandlungen betreffend Gemeindezusammenlegungen einbringen.

Unser vorrangiges Ziel ist es, eigenständig zu bleiben. Wir alle wissen jedoch, dass man bei Verhandlungen gut beraten ist, sozusagen auch einen Plan „B“ zu haben. Denn, wer sich auf einen eigenen, festgelegten Standpunkt – ohne Wenn und Aber - einzementiert, sich überhaupt nicht bewegt, scheint von Beginn an schlechtere Karten als sein Gegenüber zu haben. Gründungen von Gemeindeverbänden sowie Kooperationen für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen benachbarten Gemeinden werden seitens des Landes ausdrücklich der Nachrang gegenüber Fusionen erteilt. Diese werden auch nicht als Alternativen zu Gemeindezusammenlegungen angesehen.

So wurde von uns, wenn es sein sollte, vorgeschlagen, einen Zusammenschluss der Gemeinde Gralla mit der Gemeinde Tillmitsch näher zu beleuchten. Dabei wäre eine objektive Daten- und Faktensammlung anzustellen, die Vorteile – aber eventuell auch Nachteile – herauszustreichen, um eine entsprechende Entscheidungsgrundlage zu erhalten. Tillmitsch deshalb, weil wir der Meinung sind, dass wir ähnlich strukturiert sind und auch von der Größenordnung her keine Gemeinde von der anderen „geschluckt“ werden würde.

Es ist aber kein Geheimnis, dass seitens des Landes Steiermark Bemühungen da sind, im Kernraum Leibnitz eine Großgemeinde (Leibnitz, Wagna, Tillmitsch, Kaindorf, Gralla und Seggauberg) mit mehr als 20.000 Einwohnern zu schaffen. Bis heute wurde uns jedoch noch nicht mitgeteilt, wo dabei die großen Vorteile und Einsparungspotentiale für Gralla liegen sollten. Wir werden uns das in den zu führenden Verhandlungen sehr genau anschauen. Nur dann, wenn für unsere Bewohner in Gralla ein klarer, erkennbarer Mehrwert zu erzielen ist, werden wir objektiv und konstruktiv in die Gespräche einsteigen. Dabei wird es unsere Aufgabe sein, das bestmögliche Ergebnis mit all den vielen Begleiterscheinungen für Gralla zu erreichen.

Eines müssen wir uns jedoch vor Augen halten: Das Land Steiermark hat die gesetzliche Möglichkeit (das wurde bereits geprüft), Gemeindezusammenlegungen nach eigenen Vorstellungen, sozusagen von oben herab, zu verordnen.

 

Kommentare

Eingetragene Kommentare

Mandl Franz

18.04.12 9:42

Wenn auch das Land gesetzliche Möglichkeiten für eine Gemeinden Zusammenlegung hat, so wird es den Bürger nicht zwingen können Vovhöfer zu wählen.

Bernd Mathy

03.05.12 15:57

Eine Fusion mit Tillmitsch würde alleine schon wegen dem Siedlungsgebiet Neutillmitsch, welches räumlich ohnehin immer schon näher bei Gralla war Sinn machen. Hier sollten aus meiner Sicht Gespräche beginnen, wenn es Vorteile für beide Gemeinden bringt, warum nicht?

Thomas

03.07.12 7:03

Also wenn es die nächsten Zwangszusammenlegungen nach Hitler gibt, die Vovhöfer zu verantworten hätten, dann gibts nur mehr eines, nämlich bei der nächsten Wahl die alle abzustrafen. Nur diese Sprache verstehen die.

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