Bundeskriminalamt wart vor dem "Neffentrick"

Kriminelle versuchen, mit dem „Neffen- oder Enkeltrick“ vor allem älteren Menschen Geld abzuluchsen. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor Betrügern schützt.

Der „Neffen- oder Enkeltrick“ ist ein internationales Phänomen und läuft überall nach demselben Schema ab. Es sind organisierte Tätergruppen am Werk, die arbeitsteilig vorgehen. Die Kriminellen kontaktieren meist ältere Frauen, deren Namen sie im Telefonbuch finden. Der Anrufer gibt sich am Telefon als Verwandter des Opfers aus und erkundigt sich nach dessen Wohlbefinden. Einsame Menschen sind oft über die nette Ansprache erfreut und gehen davon aus, dass es sich bei dem Anrufer tatsächlich um einen Verwandten handelt. Fragt der oder die Angerufene nach, wer denn der Anrufer sei, antwortet dieser meist mit der Gegenfrage, ob man ihn denn nicht erkenne. Die Opfer zählen dann Namen nahestehender Personen (meist Enkel oder Neffen) auf, aus denen der Betrüger einen auswählt und bestätigt, dass er diese Person sei. In weiterer Folge sagt der Betrüger, dass er ganz dringend Geld benötige. Aber er möchte, dass keiner davon etwas erfährt. Das Geld wolle er sobald wie möglich zurückzahlen. Das Gespräch könnte in der Weise enden, dass der falsche Neffe die Anruferin unter Druck setzt und dazu bringt, Geld zu beheben. Erhält der Betrüger die Zusage, sagt er, dass er wegen einer Terminkollision nicht selbst kommen könne, er das Geld aber von einem Bekannten abholen lasse. Die Geldübergabe findet meist in der Wohnung des Opfers statt. Es kommt nicht selten vor, dass Opfer dabei ihre gesamten Ersparnisse verlieren.

Ältere Menschen sollten misstrauisch sein, wenn sich ein Anrufer als Verwandter ausgibt und um Geld bittet. In solchen Fällen ist es ratsam, den Anrufer um eine Rückrufnummer zu ersuchen und sich nicht in ein Gespräch verwickeln zu lassen. Weiters sollte man eruieren, ob es sich tatsächlich um einen Verwandten handelt.

Der falsche Neffe kommt nie selber, er schickt immer einen Boten, der das Geld abholen soll. Die Polizei rät, solche „Boten“ weder in die Wohnung zu lassen noch ihnen Geld auszuhändigen. Sollte jemand tatsächlich bereit sein, eine größere Summe zu übergeben, ist es ratsam, die Polizei über dieses Vorhaben zu informieren. Entweder durch Wahl des Notrufs 133 oder über die österreichweite Servicenummer der Polizei: 059 133.

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